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Sri Lanka - Revival - Februar 2025


Wir reisen nicht, um dem Leben zu entfliehen, sondern damit uns das Leben nicht entflieht.“


Lang ist er geworden, dieser Reisebericht, und voller Erinnerungen an den dreiwöchigen Aufenthalt. Jedes der Bilder und Videos kann durch Anklicken vergrößert werden. Ich hoffe ihr habt beim Durchschmökern genauso viel Freude, wie wir auf unserer Reise.



Nachdem ich vor der Pandemie diese Insel oft besucht hatte, wollte ich noch einmal zurückkehren um sie unseren lieben Freunden zu zeigen und um selbst zu sehen, wie sie sich in den letzten Jahren entwickelt hat. Zu schön waren die Erinnerungen an dieses tropische Paradies!

Im Gegensatz zu den früheren Reisen, die hauptsächlich im Zeichen meiner Ayurvedakuren  standen, ist es diesmal eine Reise durchs Land, in der auch ich noch viel (kulinarisch) Neues erfahren darf.

Unser erstes Ziel ist Galle, rund zwei Stunden südlich von Colombo. Hier wollen wir in Ruhe ankommen und diese entzückende Stadt so richtig kennenlernen.



Galle Fort, die von hohen Festungsmauern noch immer vollständig umgebene Altstadt, ist ein wahres Juwel, geprägt  durch drei unterschiedliche Kolonialmächte: Beginnend  mit den Portugiesen, den Holländern, bei denen die Stadt zu einem der wichtigsten Häfen  im asiatischen Raum avisierte und schließlich den Engländern. Die einstmals den Reichtum der Stadt zur schaustellenden  Bauwerke, Kirchen, vor allem die holländischen Handelshäuser, sind nur mehr zum Teil erhalten, drücken der Stadt aber ihren Stempel auf. Man kann sich nicht satt sehen an den wunderschönen Innenhöfen, den hohen Räumen und der Atmosphäre, die hier herrscht.



Die Galerien, Boutiquen und Hotels lassen uns an die  Zeit erinnern, in denen Ceylon eine reiche Insel war.



Bei einem Morgenspaziergang  auf den Festungsmauern ist man in engem Kontakt zur Bevölkerung, die dieses Naherholungsgebiet ebenso zu schätzen weiß. Nicht mal der sonst so viel Unheil bringende Tsunami konnte die Stadt erschüttern, die breiten Wege auf den Mauern bieten reizvolle Ausblicke zum Meer und in die Stadt.



Sogar die Schulkinder nutzen diese herrliche Anlage für den täglichen Morgensport vor Schulbeginn!



Von morgens bis nach dem Sonnenuntergang kann man die verschiedenen ethnischen Gruppen, die hier leben, beobachten, in harmonischem Umgang und gegenseitiger Wertschätzung.



Wir freuen uns  hier in aller Ruhe ankommen zu können, flanieren durch die Stadt, gönnen uns eine Massage und ein schmackhaftes Essen.



Der Fischmarkt, den wir vormittags besuchen, zeigt uns den Reichtum an Meerestieren, den der Ozean bereit hält.



Vor den Mauern der Stadt erleben wir auf dem riesigen Sportplatz den Volkssport Nummer eins des Landes: Cricket! Das Publikumsinteresse ist riesig, auch auf der dem Platz zugekehrten Seite der Bastion sitzen die Fans um ihre Mannschaft anzufeuern.



Ein Fixpunkt ist es für mich den indischen Gewürzhändler aufzusuchen, um hier zum fairen Preis die Gewürze zu erstehen, für die Ceylon so bekannt ist.



Das Abschiednehmen fällt leicht in dem Wissen nach unserer Rundreise noch einmal hierher zurück kehren zu dürfen.


Pünktlich werden wir von Rohan, unserem Fahrer für die nächsten sieben Tage, abgeholt. Auch ihn kenne ich bereits von früheren Reisen, umso herzlicher das Wiedersehen!



Besonders schön ist für mich noch unbekannte Plätze kennen zu lernen.

So besuchen wir eine von einer Deutschen vorbildlich geführte Hundeauffangstation. Das Hundeproblem auf der Insel ist bekannt: zu viele herrenlose Tiere vermehren sich zu schnell. Die Kastration ist neben der Versorgung verwunderter Tiere, die Hauptaufgabe der Klinik.



Weiter geht es in den südlichsten Teil der Insel. Während der Fahrt haben wir die Gelegenheit schönen Szenerien, Menschen und Tieren zu begegnen.



Hier gibt es besonders viele Meeresschildkröten. Mehr über ihre Aufzucht, ihre Feinde und ihre Lebensweise zu erfahren, war sehr informativ.



Auf unserem Weg in die Berge halten wir an einem ganz besonderem Ort.

Unweit der Hauptstraße befindet sich der Tempel Buduruwagala Raja Maha Viharaya. Dort wurden im 10. Jahrhundert nach Christus, der Blütezeit des Buddhismus auf Sri Lanka, sieben aufrecht stehende Felsenbuddhas aus dem Granit gemeißelt. Obwohl die mittlere Figur mit 17 Meter Höhe die größte stehende Buddhastatue auf der Insel ist, wurden die Statuen erst in den 1920er Jahren wiederentdeckt. Ein großartiger lokaler Guide erklärt uns auf dem Weg zu den Statuen, dass es sich bei den mittleren Figuren der beiden Dreiergruppen um zukünftige Buddhas handeln soll, den Bodhisattvas Maitreya (Maithri) und Avalokitesvara aus dem Mahayana-Buddhismus.



Der Guide kann uns so viel über den Buddhismus erzählen und wir können unter seiner Anleitung Opfergaben bringen. Das Wissen hilft uns während der Rundreise vieles besser zu verstehen.



Auf der staubigen Piste fahren wir zurück durch eine idyllische Seenlandschaft mit üppiger Vegetation. In der Trockenzeit eine beliebte Trinkstelle der hier wildlebenden Elefanten.



Hinauf geht es in das Hochland! Wir erreichen den Ravana Wasserfall unterhalb von Ella. Wir haben Glück, am späten Nachmittag sind hier vergleichsweise wenige Touristen und wir kommen nahe an den aus großer Höhe, in mehreren Stufen herabfallenden Wasserfall heran.



Schön, im Ella Panorama Gap wieder freundlich empfangen zu werden und noch besser, neu renovierte Zimmer mit großartigem Ausblick zu beziehen. Die Currys beim Abendessen sind köstlich und anschließend wird noch mit Sri Lankas „Heiligem Wasser“ angestoßen. Es sind diese einmaligen Ausblicke auf die umliegenden Berge, die diesen Platz auszeichnen.



Leider zeigt sich die Sonne an unserem ersten Morgen kaum. Wir fahren durch Ella und ich bin echt entsetzt, wie sich der Ort in den letzten Jahren verändert hat, früher idyllisch ist es jetzt ein Touristenmekka.

Auch der Weg durch die ersten Teeplantagen Richtung Little Adams Peak hat viel von seinem früheren Reiz verloren. Kurz vor dem letzten Anstieg zum Peak gibt es eine neue Attraktion, den Flying CAT. Wenn schon, denn schon, der Flug mit Blick auf den Mt. Ella war dann doch ein Erlebnis!




Weiter geht es zum nächsten (Instagram) Hotspot, der Nine Arches Bridge. Abenteuerlich die Tuktuk Fahrt dorthin. Als dann noch ein Zug über die Brücke fährt und auch dort hält, gibt es jede Menge an lohnenden Motiven!



Der Mahamevnawa Tempel ist eines der Ziele, die ich neu entdecken will. Die Fahrt hinauf zum Tempel ist für Rohan eine wahre Challenge, die er perfekt meistert.

Oben angekommen reißt der heute wolkenverhangene Himmel auf und wir erleben hier ganz besondere Ausblicke von dem neu renovierten Kloster aus - dem Himmel so nahe!



Das aufklarende Wetter beschert uns auch am letzten Morgen in Ella den Sonnenaufgang, den man sich hier wünscht.



Die Zugfahrt von Ella nach  Nanu Oya zählt zu den Höhepunkten jeder Rundreise durch Sri Lanka. Ganz bewusst haben wir uns gegen eine Fahrt in der 1. Klasse entschlossen, da man in dieser weder Fenster noch Türen öffnen kann.



Auf unserer rund dreistündigen Fahrt durch das Bergland rattern wir durch fruchtbare Plantagen, riesige Wälder , vorbei an Wasserfällen und Teeplantagen.



Bis auf über 2000 Meter Seehöhe quält sich der Zug hinauf. Immer wieder ein lohnendes Erlebnis, besonders bei diesem Kaiserwetter !



Nanu Oya ist der Bahnhof von Nurawa Eliya, dem beliebten Zufluchtsort, um den tropisch schwülen Küstenorten zu entfliehen. Wegen der kühlen Witterung oder wahrscheinlicher sogar gerade deswegen zog es im 19. Jahrhundert die reichen  Engländer hierher.

In deren Folge entstanden neben zahlreichen Kolonialbauten auch ein Golfplatz und eine Pferderennbahn ebenso wie ein englisches Postamt. Alles Errungenschaften britischer Noblesse.



Auch wir besuchen einen der ehemaligen und auch noch heute gern besuchten „places to be“, den Hills Club, der alle Klischees der feinen englischen Gesellschaft offenbart.



Von nun an geht es bergab - durch riesige Gemüse, Obst - vor allem aber Teeplantagen schlängelt sich die Straße aus dem Hochland Richtung Kandy. Ein besonders agiler Blumenverkäufer fasziniert uns, da er immer wieder unsere Straße kreuzt, indem er Abschneider durch die Botanik nutzt und wiederholt versucht seine Blumen zu verkaufen. Wir sind  von seiner Leistung und Ausdauer begeistert!



Bei  dem fast schon obligaten Stopp an einer Teefabrik  bekommen wir bei einer Privatführung Einblick in das harte Leben der Teepflücker, zum Großteil noch immer tamilischen Ursprungs. Wir verkosten die verschiedenen Teesorten und erstehen natürlich auch ein paar Mitbringsel.



Die Ausblicke sind einfach traumhaft und spiegeln die vielfältige und großartige Vegetation wieder- einfach ein Paradies!



Müde erreichen wir unser Quartier nahe Kandy.



Kandy selbst ist heute mit über 100.000 Einwohnern nach Colombo die zweitgrößte Stadt auf der Insel und wird vor allem tagsüber verkehrstechnisch erdrückt. Unüberhörbar

überdröhnen Reisebusse das Gehupe der unzähligen kleinen Tuk Tuks und Mopeds. Und von weiter her das Rattern der überfüllten Züge. Wie gut einen ortskundigen Fahrer zu haben und auswärts zu wohnen!


Der Zahntempel gilt als buddhistischer Mittelpunkt des Landes. Hier wird in einem mehrfach verschlossenen Schrein angeblich ein heiliger Zahn des Religionsbegründers aufbewahrt.

Nach einer Sicherheitskontrolle (der Tempel war vor Jahren Ziel eines terroristischen Anschlags) geht es in das Innere, eine mystische Stimmung  wird durch die Trommler und das düstere Licht im Eingangsbereich erzeugt. In dichtem Gedränge geht es zum Schrein, umlagert von Gläubigen mit riesigen Opfergaben. Für uns ist nicht alles hier nachvollziehbar, außerdem fühlen wir uns etwas fehl am Platz und sind dann auch froh am wunderschönen See von Kandy wieder an der frischen Luft zu sein.



Nach einem Abstecher zum legendären Queens Hotel und ein wenig Shopping zieht es uns zu einem Foodcourt, an dem ausschließlich Frauen typisch singhalesische Speisen kochen.



Am Obst und Gemüsemarkt treffen wir Rohan, der uns zum Botanischen Garten fährt.

Bereits im 14.Jahrhundert ließ der König hier einen Garten schaffen, Seine heutige Größe von 80 Hektar, vor allem aber die Gestaltung mit über  4000 unterschiedlichen Pflanzen  wurde von den Briten geschaffen. Immer wieder ein Vergnügen, hier die große Kunst der Landschaftsgärtnerei zu bestaunen und die Flughunde in den Bäumen hängen zu sehen.



In Kandy kann das Wetter ganz unterschiedlich sein. Zu dieser Jahreszeit kann es mal nur um die 20 Grad haben und nebelig oder bewölkt sein oder so wie heute ein strahlend schöner, heißer Tag. Besonders haben wir dies am späten Nachmittag genossen, als wir von dem Tempel hoch über der Stadt einen traumhaften 360 Grad Rundumblick haben und erst die Schönheit dieser Gegend so richtig wahr nehmen.



Schon geht es zu unserem letzten Übernachtungsort .

Auf dem Weg dorthin passieren wir Tempel, die unterschiedlicher nicht sein können.

Zunächst einen farbenfrohen Hindutempel.



In Matale stoppen wir beim Aluviharaya Rock Cave Tempel, recht skurril  und einmalig zwischen den Felsen gelegen.



Natürlich besuchen wir auch einen  der vielen Gewürzgärten, die diese Gegend zu bieten hat. Noch immer sind Gewürze wichtige und begehrte Exportgüter. Die Preise sind hier allerdings weitaus höher, dafür erfährt man jedes Mal Neues über die Pflanzen und deren heilsamen Anwendungsmöglichkeiten.

Wir besuchen meinen  absoluten Lieblingsplatz und immer noch ein Geheimtipp: den kleinen Tempel Nalanda Gedige umgeben von Wasser und unberührter Natur. Dieser über 1000 Jahre alte Steintempel und die Stupa  sind ein Mix aus buddhistischen und hinduistischen Elementen. Ein Einheimischer zeigt uns interessante Details und - zu unserer größten Überraschung - die  Unterschlüpfe von Kobraschlangen.



Wir erreichen das Highlight des heutigen Tages, die Höhlentempel von Dambulla.



Sie sind UNESCO-Weltkulturerbe und  einer der am besten erhaltenen Orte von Höhlenkunst weltweit. Dieser Höhlentempelkomplex ist der größte seiner Art in Sri Lanka. Es gibt mehr als 80 Höhlen in der Region. Die fünf großartig ausgeschmückten Höhlen des Tempels befinden sich in 160 Meter Höhe - die rund 400 Stufen sind in der Hitze am Nachmittag  etwas mühsam.

Die berühmten Felsentempel überzeugen mit einer Mischung aus religiösen und weltlichen Wandmalereien  und Skulpturen.



Mit einer Größe von ca. 2100m² ist es  die größte Tempelanlage des Landes. Insgesamt gibt es fünf Höhlen, die einst im 1.Jahrhundert v. Chr. einem König Zuflucht boten. Aus Dankbarkeit ließ der König Tempel in die Höhlen bauen. Die berühmten Dambulla Fresken an den Wänden und den  Decken stammen aus dem 15. bis 18. Jahrhundert. Nirgends ist die spirituelle Energie spürbarer als hier.


Nach so viel Kultur haben wir uns eine Ayurvedabehandlung verdient - und sie fällt großartig aus und bildet einen harmonischen Abschluss dieses ereignisreichen Tages.



Denn wir müssen fit genug sein bereits zeitig morgens den Felsen von Sirigiya zu besteigen!



Sigiriya ist wohl die einprägsamste Kultstätte, die Sri Lanka zu bieten hat. 200 m hoch ragt der massige Monolith mit der darauf thronenden Festung über dem fruchtbaren Land in die Höhe. Die kämpferische Geschichte von zwei Halbbrüdern aus dem 5. Jahrhundert prägt die Entstehung der Felsenfestung. Neben dem fantastischen Weitblick fasziniert Sigiriya vor allem auch durch gut erhaltene Fresken wie die berühmten „Wolkenmädchen“.



Sigiriya bestand vormals nicht nur aus der Felsenfestung selbst.

Bevor wir den Felsen erklimmen durchwandern wir die Ruinen einer ganzen Stadt, die für fast 20 Jahre vorübergehende Hauptstadt des Anuradhapura-Reiches war und im 14. Jahrhundert schließlich gänzlich verlassen wurde.



Selbst so früh morgens ist der Aufstieg schweißtreibend, an die 2000 Stufen sind zu bewältigen.

Die eigentliche Festung betritt man über eine Treppe -  schwindelfrei sollte man dabei sein (!)- die von den Überresten einer ehemals 14 m hohen, riesigen Löwenstatue flankiert wird. Heute sind lediglich die riesigen Pfoten des symbolträchtigen  Tieres erhalten geblieben.



Viele Legenden ringen sich um den Palast, dessen Überreste man schlussendlich erreicht - wie z.B. das riesige Wasserbecken, das immer  und ohne menschliches Zutun gefüllt bleibt.



Was  für grandiose Ausblicke in  diese einzigartige, tropische Landschaft. Schauen wir hinab ins Paradies!



Beim Abstieg sind wir heilfroh so früh gestartet zu sein, nicht nur die Sonne brennt vom wolkenlosen Himmel, auch die Touristenströme haben sich in Bewegung gesetzt.



Unser Guesthouse belohnt uns mit einem ausgiebigem Frühstück. Dann geht es auf Elefantensafari.



Gott sei Dank zeigt diese Fahrt , dass es auch ohne Aufwand möglich ist die Tiere in ihrer gewohnten Umgebung hautnah erleben zu können.



Wir haben großes Glück auf so viele der Dickhäuter zu stoßen und sie in den unterschiedlichsten Tagesabläufen zu beobachten. Seht selbst!



Ein sehr eindrucksvoller Schlusspunkt unserer Rundreise, die uns am letzten Tag wieder an die Südwestküste zurück führt.



Da wir während der Rundreise in einfachen, aber sauberen Guesthouses übernachtet haben, gönnen wir uns für unsere Zeit am Indischen Ozean etwas Luxus.



Wir haben für uns eine Villa mit direktem Strandzugang gemietet und lassen uns von Dana und Isha verwöhnen.

Die Privatsphäre und Stimmung sind einmalig und so können wir uns von den Strapazen der letzten Tage bestens erholen.



Die Melodie der Bäckertuktuks, die uns jeden Morgen wecken, werden wir noch lange im Ohr haben.

Leider ist die Meeresbrandung oft zu stark um im Meer zu baden. Dafür sind die Stimmungen am fast menschenleeren Strand, ob morgens oder abends einmalig.



Schon bald erkunden wir unsere Umgebung. Speziell der Wochenmarkt unweit der Villa könnte authentischer nicht sein !



Auch die Fischer kommen mit frischem Fang heim und freuen sich über die Hilfe unserer starken Männer.



Schön auch liebe Menschen und Orte  wieder zu sehen, die ich bei früheren Aufenthalten zu schätzen gelernt habe.




Unsere Highlights:


Sonnenaufgang in der Lagune


Dazu heißt es sehr früh morgens aufzustehen, bei der Tuk Tuk-fahrt die frische Morgenluft zu genießen und noch bei Finsternis das Boot zu besteigen.

Es dauert nicht lange und die Morgendämmerung setzt ein, noch liegt Dunst über dem Wasser. Ehe die Sonne aufgeht erleben wir das Erwachen der Vögel.


Was für ein Erlebnis!


Schnell verändert sich das Licht und die Sonne steigt über die Mangrovenwälder.

Wir sitzen in dem Boot umgeben von Wasser und können…nur genießen!



Da diese Gegend das größte  Zimtanbaugebiet des Landes ist, nutzen wir die Gelegenheit bei einem Bauern alles über den Anbau und die Verarbeitung des köstlichen Gewürzes zu erfahren - ein herrlicher warmer Zimttee inklusive!



Auf der Fahrt zurück sehen wir noch Flughunde, die sich tagsüber auf die Bäume

zurückziehen und Warane, die hier am Ufer und in den Mangroven ideale Lebensbedingungen vorfinden. Was für eine Vielfalt an Vögeln, die in diesem Paradies leben.




Besuch von Brief Garden und der Region Bentota


Wenn man diesen versteckten Garten erreicht hat (der Weg dorthin ist abenteuerlich) wird man an der Pforte herzlich willkommen geheißen. Wir betreten das Reich des Bewis Baba, er ist der ältere Bruder von Geoffrey Bawa, Sri Lankas berühmtestem Architekten. Die Gärten erhielten ihren Namen, weil Bevis Bawa’s Vater das Land nach einem erfolgreichen Rechtsstreit kaufte. Das Anwesen war früher eine Kautschukplantage. Es wurde in einen tropischen Landschaftsgarten umgewandelt, der von lokalen Traditionen sowie italienischen und englischen Landschaftsgärten inspiriert ist.



Wir haben Glück den Ort fast für uns alleine zu haben. Man ist in einer anderen Welt voll von geheimen Plätzchen, umgeben von der einmaligen Vegetation.

Am höchsten Punkt des Hügels erreichen wir die Terrasse des Wohnhauses. Dieser Mann hat es verstanden sich ein luxuriöses Domizil für sich und seine vornehmlich männlichen Bekanntschaften  zu schaffen.



Seine Erben, ehemalige Angestellte verstehen es dieses Juwel zu erhalten ohne große Veränderungen vorzunehmen. Der riesige Outdoorbadebereich oder die 360 in die Wand gemauerten Weinflaschen lassen uns den exzentrischen Lebensstil des Eigentümers nachvollziehen.

Immer wieder ein Erlebnis hier ein paar Stunden verbringen zu dürfen.



Zurück an der Hauptstraße tauchen wie wieder ein, in das teilweise doch recht chaotische Leben.



Wir erledigen noch Einkäufe am Markt, in der ayurvedischen Apotheke und einem Teeladen.




Dann aber flott zu einem guten Mittagessen am Strand!



Schlussendlich noch ein Abstecher in die von Österreichern geführte Villa Lanka Pearl, wo wir herzlich willkommen geheißen werden. Eingebettet in eine Siedlung Einheimischer und unweit eines besonders schönen Strandes kann man hier Ayurvedakuren machen - vielleicht eine Inspiration für  das nächste Mal?



Wir beschließen unseren Aufenthalt mit einem weiteren Besuch in Galle. Ein Stopp an der von Japanern erbauten Gedenkstatue erinnert an den verheerenden Tsunami vor 20 Jahren. 18 m hoch ist das Mahnmal, so hoch wie die zweite, so todbringende  Welle!



Im Fort noch ein Spaziergang auf der Bastion, letzte  Einkäufe und ein köstliches  Mittagessen in dem uns ans Herz gewachsenen Restaurant „The Bungalow“.



n unserer Villa werden wir mit köstlichem, stets frisch zubereitetem Speisen verwöhnt- ja wir dürfen unseren Köchinnen sogar über die Schulter schauen - und anschließend genießen!



Das Abschiednehmen wird uns schwer gemacht. Sowohl die Riesenschildkröte, die in der letzten Nacht quasi  vor unserer Strandtüre ihre Eier ablegt und dabei unübersehbare  Spuren hinterlässt als auch das Abschiedsessen macht es nicht leicht die Insel zu verlassen.



Großer Dank an Sudath und sein  Team für die Gastfreundschaft und Mühe diesen   Aufenthalt  in der „Green Parrot Villa“ für uns zu etwas ganz Besonderem  zu machen!



Nützliche Infos:


  • Zur Einreise wird ein Visum benötigt. Aktuelle, weil sich ständig ändernde Infos dazu , bitte auf der Seite des Außenministeriums nachlesen

  • Geldwechsel: Günstig am Flughafen - gleich nach der Zollkontrolle

  • SIM Karten für Handy: ebenfalls in der Ankunftshalle am Flughafen - sehr günstig

  • Achtung: die Einfuhr von Tabakwaren ist strengstens verboten, auch für den persönlichen Bedarf

  • Transportmittel: Wir hatten immer im Vorfeld Fahrer organisiert. Auch am Flughafen kann man kostengünstig Fahrten buchen. Innerorts oder für kurze Strecken sind Tuktuks ideal. Das Bahnnetz ist gut ausgebaut, für die beliebtesten Strecken im Hochland kann man im Internet vorab Sitzplätze reservieren - in der Hochsaison sehr ratsam

  • Sri Lanka ist ein armes Land, Trinkgelder sind immer und überall willkommen

  • Sicherheit: Wir haben uns überall und zu jeder Zeit sehr sicher gefühlt.

  • Reisezeit/ Klima: Monsunzeit an der Westküste April bis Oktober, im Osten November bis März, hohe Luftfeuchtigkeit, Schauer sind ganzjährig möglich. Im Hochland kühler als an der Küste

  • Eintrittspreise: je nach Attraktivität unterschiedlich, in Sirigiya mittlerweile über 30 Euro pro Person!

  • Verkehr: wir waren immer froh einen Fahrer zu haben, besonders in den Ballungsräumen chaotisch, Nebenstraßen schlecht befahrbar

  • Das Müllproblem ist allgegenwärtig

Sri Lanka ist auf Grund seiner landschaftlichen Vielfältigkeit, seiner Fruchtbarkeit und seinen kulturellen Highlight ein empfehlenswertes Reiseland, allerdings muss man Abstriche bei der Infrastruktur hinnehmen


Herzlichen Dank an unsere Freunde und besten Reisebegleiter, an unseren besten Fahrer Rohan und an Sudath, der uns in der Villa jeden Wunsch erfüllt hat.



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Über uns

Ein Traum geht in Erfüllung!

Endlich kann ich auf diesem Blog über MEIN Reiseleben berichten.

Unzählige Aufzeichnungen meiner mehr als 40-jährigen Reiseleidenschaft warten darauf hier ein Plätzchen zu finden.

Reisen war und ist mein - unser - Leben!

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