Thailand 2023 Teil 3 :Khao Lak
- Reisefee
- 7. Mai 2023
- 5 Min. Lesezeit
Nach unseren ausgefüllten Tagen in Chiang Mai fliegen wir nach Phuket (Direktflug ca. 2 Stunden) und fahren dann eine Stunde nordwärts nach Khao Lak. In den nächsten Tagen ist Relaxen am Strand angesagt.

Mit Khao Lak, vor allem aber dem Hotel Lah Own, haben wir unseren Lieblingsplatz an der Andamanensee gefunden.
Während im Vorjahr pandemiebedingt vieles nur eingeschränkt möglich war, blüht der Ort nun wieder auf. Bars, Restaurants und Hotels haben wieder geöffnet.
Im Vergleich zum südlich gelegenen Phuket geht es hier sehr entspannt und gemütlich zu.
Khao Lak erstreckt sich über viele Kilometer entlang der Küste. So haben sich neben Khao Lak Center an der Hauptstraße etliche andere Ortsteile rund um die schönen Strände gebildet. Am bekanntesten ist Bang Niang mit seinem mehrmals wöchentlich stattfindenden Markt und vielen Restaurants. Weiters Nang Thong zwischen Leuchtturm und Khao Lak Center.
Das Lah Own, das wir im Vorjahr bei einem Strandspaziergang entdeckt haben, ist ein traditionelles, kleines Resort an einem der schönsten Strandabschnitte zwischen Bang Niang und Nang Thong.
Schöne große Bungalows, nur durch Palmen und schattenspendende Tamarisken vom Meer getrennt, ein kleiner Pool und ein Restaurant direkt am Meer - was braucht man mehr für einen relaxten Strandurlaub? Einfach gehalten, aber blitzsauber ist das vom Besitzer, einem thailändischen Architekten, erbaute Resort für uns der Inbegriff von Gemütlichkeit und Gastfreundschaft.
Die Lage könnte nicht besser sein, ein paar Meter am Strand und man ist sowohl fussläufig in den Ortsteilen Bang Niang als auch in Khao Lak Center und Nang Thong.
Da wir keine Strandlieger sind, gibt es von hier aus die Möglichkeit zu ausgedehnten Strandwalks und anderen Aktivitäten:
Das Highlight ist der zweitägige Ausflug zum Kaoh Sok Nationalpark - hier gehts zum ausführlichen Bericht.
Cooking class
Über Ning, DIE YouTuberin von Khao Lak, werden wir einen Nachmittag lang in die Geheimnisse der thailändischen Küche eingeführt. Nicht unsere erster, doch sicher der authentischste Kochkurs!
Zunächst geht es zum lokalen Markt, wo wir die Zutaten für die Speisen einkaufen. Thais kaufen nie auf Vorrat, sondern die Lebensmitteln, die sie für ihre tägliche Mahlzeit benötigen.
Dann fahren wir zum Haus von Rin, der im Vorjahr unser Guide in Khao Sok war. Er lebt mit seiner Familie im Hinterland und hat sich dort in seinem Paradies eine Outdoorküche eingerichtet. Gemeinsam mit Nings Mann, Jokey, bekommen sie von uns als Gastgeschenk zünftige Kochschürzen.

Und dann geht es richtig zur Sache! Die Zutaten für die Frühlingsrollen werden geschnipselt, in Teig gerollt und heraus gebacken. Die herrliche Tom Gah Gai (Kokossuppe) wird zubereitet, was für Gerüche! Tiger Prawns (Garnelen) mit Tamarindensauce, ein Pad Thai und der köstliche Mango Sticky Rice komplettieren unser Menü.
Gut zwei Stunden werken wir und lernen dabei so viel Neues!
Faszinierend mit welch einfachen Hilfsmitteln, wie z.B. den mit Kohle beheizten Kochstellen, köstliche Gerichte entstehen!
Schlussendlich haben wir die selbst zubereiteten Speisen mit großem Appetit verspeist.
Wir werden einiges zu Hause ausprobieren, auch wenn es schwierig ist bei uns alle Zutaten in dieser Qualität und Frische zu bekommen.
Das Gewächs rechts auf unserem Gruppenfoto ist tagsüber unscheinbar, nachts entfaltet es jedoch seine prachtvollen Blüten.

Ausflug Little Amazon und Takua Pa
Takua Pa ist die Provinzhauptstadt und liegt ca. 30 Kilometer nördlich von Khao Lak. Heute sind es zwei Städte, das moderne Takua Pa mit einem großen Markt, Schulen, Spital und behördlichen Einrichtungen und weiter im Hinterland die Altstadt mit dem Sonntagsmarkt.
Bevor wir Alt- Takua Pa besuchen, wollen wir mit unseren Freunden nochmals die Mangrovenwälder besuchen.
Jokey, Nings Mann, ist nicht nur ein perfekter Fahrer sondern zeigt uns auch die besten Plätze.
Frisch gestärkt durch ein köstliches Pad Thai und der köstlichen Nachspeise aus Kokosmilch in einem der bekanntesten lokalen Restaurants (von uns bekam es schon im Vorjahr den Spitznamen „thailändischer Mc Donalds) fahren wir zum „Little Amazon“.
An einem 9 Kilometer langen Wasserlauf vom Landesinnere bis zum Meer erstreckt sich der Mangrovenwald. Abhängig von den Gezeiten wechselt hier die Höhe des Wasserstandes. Mit einem Kanu tauchen wir ein, durchfahren die durch die Banyan Trees geformten Blätterdächer. Wie die Natur hier wieder zeigt was sie dank des Wassers und der Sonne alles hervorbringt. Natürlich tummelt sich in dieser Flora auch jede Menge an Tieren. Warane, Schlangen, Affen und jede Menge Vögel bevölkern die Mangroven.
Am besten sich einfach von den Geräuschen, den Farben und der Üppigkeit der Natur bezaubern zu lassen !
Das „alte“ Takua Pa liegt etwas im Landesinneren. Nach dem Besuch eines Tempels zieht es uns in das Zentrum, in dem heute wieder der traditionelle Sonntagsmarkt statt findet. Mitte des 19. Jahrhunderts erlebte die Stadt ihre Blütezeit. Durch den Handel mit Zinn siedelten sich hier Chinesen an, deren Architektur diese Stadt bis heute prägt.
Ein Blick in die Seitengassen und Höfe zahlt sich definitiv aus, hier gibt es einiges zu entdecken.
Es herrscht hier eine ganz eigene, sehr relaxte Atmosphäre, hauptsächlich werden hier lokale Spezialitäten verkauft und man verkostet beim Durchschlendern dies und das. Örtliche Folkloregruppen unterhalten die Besucher.
Was für ein abwechslungsreicher abwechslungsreicher Nachmittag!
Strandwandern ist für rund um Khao Lak immer wieder ein Genuss.
Die einzelnen Strandabschnitte sind so vielfältig, jeder dieser Walks hat seinen Reiz. Belohnt werden wir mit ganz besonderen Plätzen, Bars und wohltuenden Massagen direkt am Meer. Hier ein paar Impressionen:
Jeden Abend erleben wir ein neues Schauspiel zwischen Himmel und Meer:
Zunächst sinkt die Sonne, um bei perfektem Wetter wie ein Ball in das Meer zufallen.
Wirklich einzigartig sind die Stimmungen am Himmel danach, vor allem wenn Wolken in den tollsten Farben leuchten.
Und dann sind die Strände auch der richtige Platz um einen Sundowner zu genießen oder einen Ballon in den Himmel steigen zu lassen- gemeinsame Versprechen und Wünsche inklusive 😉
Abends erwacht dann Bang Niang und Khao Lak Center zum Leben. In Bang Niang findet mehrmals wöchentlich der Markt statt, allerdings kein Vergleich zu der Vielfalt auf den Street Bazars in Chiang Mai. Unzählige Lokale laden dazu ein köstlich thailändisch zu essen. Anschließend noch ein - oder auch mehrere - Drinks in einer Bar. Wobei unser Lieblingsplatz eindeutig die originelle Bar von Mr. Chay ist - ein charismatischer Barbesitzer, eine stylische Bar. Ein paar Drinks und tolle Livemusik -mehr braucht’s nicht, um einen perfekten Strandtag ausklingen zu lassen.
Viel zu schnell sind die 18 Tage vorüber, wir werden nach einem „Late check out“ herzlichst im Lah Own verabschiedet. In nur gut einer Stunde erreichen wir den Flughafen in Phuket, durchfliegen die Nacht und landen am nächsten Morgen in Wien- Schwechat.
Und eines wissen wir - wir werden zu Wiederholungstätern im Lah Own.
Infos :
Strandwandern:
Bei langen Strandwanderungen sind immer wieder Furten zu überqueren. Der Wasserstand in diesen Furten ist von den Gezeiten abhängig. Empfehlenswert ist es sich die Gezeitentabellen herunter zu laden. Bei Wasserhochständen sind manche Furten nur schwierig zu passieren und manche Strandabschnitte gar nicht zu begehen, während die Strände bei Ebbe ein vollkommen anderes Bild bieten und es keine Probleme gibt sie zu erwandern. Bei Hochstand sind auch die Strömungen in den Furten zu beachten.
Taxi: Typisch für Khao Lak sind die zu Taxis umgebauten und überdachten Pritschenwagen für bis zu 8 Personen, die zu allen Stränden fahren. Wir nutzen sie nach ausgedehnten Wanderungen gerne zur Rückfahrt ins Hotel. Einfach im Strandrestaurant um ein Taxi bitten, oft stehen sie bereit oder kommen innerhalb weniger Minuten. Preise im Ortsbereich 200 - 300 Bath, weiter außerhalb bis zu 700 Bath. Im Ort gibt es Tafeln mit Preiangaben.
Alternativ dazu kann man auch Mopeds mieten. Achtung: Die Zufahrtswege zu den Stränden sind zum Teil sehr sandig und nach einem tropischen Schauer kaum befahrbar.
Geldwechsel: Es lohnt sich die Wechselkurse an den Wechselstunen zu vergleichen. Bei höheren Beträgen zahlt sich Handeln aus.
Putzerei: An jeder Ecke gibt es Putzereien, die um günstiges Geld (Kilopreis ca 60 Bath) Wäsche waschen und bügeln.

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